Mehmet Türker

 

Mehmet Türker wurde 1950 in Sindelli (Sindeltsi), Region Kardzhali, geboren. Er schloss sein Studium der türkischen Philologie an der Universität Sofia ab. Er widersetzte sich der Politik der Zwangsassimilierung von Türken, die das kommunistische Regime Ende 1984 verfolgte, und wurde deshalb verhaftet und zunächst in das Lager Belene und anschließend nach Bobovdol gebracht. 1987 wurde er in das Dorf Dragovishchitsa in der Region Kyustendil verbannt. Am 26. Mai 1989 wurde er mit seiner Familie in einem Güterzug für Tiere nach Österreich deportiert. Nach einem zweitägigen Aufenthalt in einem Emigrantenlager in Wien wurde die Familie mit einem Flugzeug der Turkish Airlines in die Türkei gebracht.

Türker ließ sich in Istanbul nieder. Dort arbeitete er als Reporter für die Zeitung „Türkiye“ und die Zeitschrift „Ekovitrin“. Nach seiner Pensionierung gab er zwölf Jahre lang die Zeitschrift „Rumeli“ heraus. In den letzten Jahren konzentrierte er sich auf den Bereich des dokumentaren Schreibens. Er ist der Autor von mehr als zehn Büchern, darunter „Die Insel Belene. Erinnerungen aus dem Feuerring der Folter” (Memoiren) und „The Rhodope Ahmed Aga Thamrishliata” (Forschung).

Fotos von Mehmet Türker